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Gruppenleitung
Manfred Dumjahn
unser Gruppenleben
Die BSW-Fotogruppe Neuruppin wurde im Mai 1994 gegründet. Die damaligen Mitglieder kamen fast ausnahmslos aus dem Werkstättenbereich des ehem. Bahnbetriebswerkes Neuruppin der Deutschen Reichsbahn, der mit der Bahnreform dem damaligen Werk Berlin-Pankow angegliedert wurde.
Neben der Wettbewerbsfotografie, dem „Kerngeschäft“ der BSW-Fotogruppen, lag von Anfang an der Schwerpunkt bei der Aufarbeitung der regionalen Bahnhistorie und ihrer Darstellung im öffentlichen Raum. Bis 1990 war relativ wenig zur Bahnhistorie in und um Neuruppin bekannt und auch wenig war
publiziert. Das wollte die Fotogruppe Neuruppin für die Region ändern und verschrieb sich der Dokumentation der Bahngeschichte der ehem. „Ruppiner Eisenbahn“, deren Vorgängerbahnen und der Entwicklung der Strecken nach 1949 bei der Deutschen Reichsbahn und dann bei der Deutschen Bahn.
So haben wir uns in der Region an Fotoausstellungen zur Eisenbahn anderer Interessengruppen oder von Privatpersonen beteiligt, aber auch mehrfach eigenständig Ausstellungen organisiert und durchgeführt. Diese fanden stets in Städten oder an Orten statt, die an den Bahnstrecken der ehem. RE liegen oder, bei inzwischen erfolgtem Gleisrückbau, lagen. In den zurückliegenden Jahren haben wir auch bei den jährlichen Bahnhofsfesten rund um das Eisenbahnmuseum Rheinsberg, am Bahnhof Rheinsberg (Mark) Fotoausstellungen mit wechselnden Themen zur Eisenbahn präsentiert. Im Bereich der ehem. Stechlinseebahn („Kleinbahn Gransee – Neuglobsow“ (KGN)), deren Trasse heute noch im Naturpark Stechlin verläuft – überwiegend mit Radweg, erfolgte die Aufstellung von Informationstafeln über diese Bahn und den Lebensraum für Pflanzen und Tiere an ehemaliger Bahntrasse, wofür wir Bildmaterial, Informationen und Daten beisteuerten.
Reichhaltiges Material für die Recherche bietet die „Ruppiner Eisenbahn“ (RE) allemal.
Neuruppin liegt nordwestlich Berlins, zwischen den beiden Hauptbahnstrecken der Berlin-Hamburger Eisenbahn und der Nordbahn (Strecke Berlin–Stralsund), von beiden ca. 30 km entfernt. Hervorgegangen ist die RE aus 4 Nebenbahnen, die ab 1880 in der Region entstanden waren und in einem 10jährigen „Verschmelzungsprozess“ 1923 zur „Ruppiner Eisenbahn“ wurden, damals die zweitgrößte Privatbahn des Flächenverkehrs im Deutschen Reich, sie bestand bis 1946. Auf der Kleinbahn Gransee–Neuglobsow, für deren Weiterbau und Fertigstellung die RE AG Ende der 1920er Jahre verantwortlich zeichnete, war sie zudem für die Betriebsdurchführung zuständig. 1935 initiierte die RE AG eine Eiltriebwagenverbindung von Neuruppin nach Berlin (Hauptbahnhof Neuruppin, später von Meyenburg bis Berlin-Stettiner Fernbahnhof, via Wittstock, Kremmen, Velten und Hennigsdorf). Viele damalige Projekte im Schienenwege- und Straßenbau in und um Neuruppin sind mit dem Wirken der RE AG bzw. ihrer leitenden Köpfe verbunden. Auch an der frühen touristischen Entwicklung innerhalb der Regionen um Neuruppin (Ruppiner Land mit der „Ruppiner Schweiz“), Lindow, Gransee und Rheinsberg (Schloss Rheinsberg und Tor zur Mecklenburgischen Seenplatte) war die RE AG ab den 1920er Jahren nicht ganz schuldlos und immer involviert.
Heute verläuft von Berlin nach Wittenberge, über Neuruppin auf alter „Trasse“ die Ende der 1990er Jahre zur Hauptbahn ausgebaute Regional-Expresslinie RE 6. Statt der um Neuruppin bis in die 1990er Jahre eingesetzten Diesel-Triebwagen der BR VT 772/VS 972 (Leichtverbrennungstriebwagen (LVT), Hersteller: Waggonbau Bautzen) fährt heute auf der Linie des RE 6 schon die zweite Generation moderner Diesel-Triebzüge, der VT 648 (Hersteller: Alstom LHB). DB Regio hat in Neuruppin eine Einsatzstelle für Tf und KiN, und für die Instandhaltung der Triebwagen des RE 6 sorgt die Werkstatt Neuruppin, heute eine Außenstelle des Werkes Rostock.
Aber auch im Rahmen der sogenannten „Kalenderfotografie“ bietet die Region genügend Material, geschichtlich, architektonisch und touristisch:
Neuruppin: Tor zur „Ruppiner Schweiz“, Geburtsort von Karl Friedrich Schinkel und Theodor Fontane mit nach dem großen Brand im 18. Jahrhundert im klassizistischen Stil wieder aufgebauter Altstadt, erste Wirkungsstätte des „Alten Fritz“ (Friedrich II.), als der noch Kronprinz und Regimentskommandeur in Neuruppin war, also sozusagen der „Junge Fritz“ (Tempelgarten).
Rheinsberg: Schloss und Schlosspark, auch hier die prägende Hand des „Jungen Fritz“ und später durch Prinz Heinrich. Die Rheinsberger Seenlandschaft geht nahtlos in die „Mecklenburgische Seenplatte“ über und Kurt Tucholsky fand hier schon Inspiration für seinen Roman „Rheinsberg, ein Bilderbuch für Verliebte“; übrigens: Die Eisenbahn war dabei nicht unbeteiligt.
Wittstock, mit imposanter Stadtmauer und wesentlichen Zeugnissen aus dem 30-jährigen Krieg und den Wirren jener Zeit.
Neuglobsow, mit dem Stechlinsee und dem Naturpark Stechlin an der Grenze zur Mecklenburger Seenplatte. Die gesamte Region kann auch gut mit Boot und/oder Fahrrad erschlossen werden – und, so mancher Fahrradweg verläuft hier auf einer ehemaligen Bahntrasse.
Zur Eisenbahn und zu Land und Leuten zeigen wir eine kleine Auswahl an Fotos. Einige der Motive waren auch schon bei Fotowettbewerben präsent.
BSW-Fotogruppe Neuruppin, Stand: 05.03.2026
Dampflokomotive mit Sonderzug in Richtung Rheinsberg am ehem. Bahnhof Köpernitz.
(Foto: Krause, um 2000)
Denkmalgerecht saniertes neues Empfangsgebäude des ehem. Paulinenauer Bahnhofs Neuruppin (erbaut 1900). Hier befinden sich jetzt medizinische Praxen und eine Apotheke.
(Foto: Dumjahn, um 2015)
Dampflokomotive mit Sonderzug in Richtung Rheinsberg am ehem. Bahnhof Köpernitz.
(Foto: Krause, um 2000)
Denkmalgerecht saniertes neues Empfangsgebäude des ehem. Paulinenauer Bahnhofs Neuruppin (erbaut 1900). Hier befinden sich jetzt medizinische Praxen und eine Apotheke.
(Foto: Dumjahn, um 2015)
Blick in die Triebwagenhalle der Werkstatt Neuruppin mit LVT.
(Foto: Nilsson, 1996)
Rückbau der Gleise und Anlagen im Bahnhof Kremmen als Voraussetzung für den folgenden Ausbau zur Hauptbahnstrecke für den Prignitz-Express.
(Foto: Dumjahn, 1998)
Der Ruppiner See mit dem damaligen Seehotel Fontane, der Therme und der Seesauna, im Hinter-grund der Seedamm (erbaut 1898 als Bahndamm; 1926 mit einer Straße erweitert).
(Foto: Dumjahn, 2007)
Der ehem. Lokschuppen Rheinsberg, jetzt Eisenbahnmuseum, mit dem historischen Wagenkasten
einer Berliner U-Bahn und Teilen der historischen Bahnsteigüberdachung des Bahnhofs Berlin-Ostkreuz.
(Foto: Koch, 2012)
Eine von 5 verschieden gestalteten Informationstafeln zur „Stechlinseebahn“ (Kleinbahn Gransee-
Neuglobsow), hier am ehem. Bahnhof Menz.
(Foto: Koch, 2014)
Dampflokomotive eines Sonderzuges im Bahnhof Rheinsberg (Mark).
(Foto: Koch, 2017)
Eisenbahnmuseum Rheinsberg und Bahnhof Rheinsberg (Mark): „Tag der offenen Tür 2024“.
(Foto: Dumjahn, 2024)
Das denkmalgerecht sanierte Empfangsgebäude des ehem. Bahnhofs Fehrbellin, heute die Gaststätte:
„Loc House“.
(Foto: Dumjahn, 2018)
Bahnhofsteil Rheinsberger Tor in Neuruppin mit einem Zug des Regional-Expresses RE 6 in Richtung
Berlin.
(Foto: Dumjahn, um 2008)
Winterstimmung am Bollwerk (Seeufer) unterhalb der Klosterkirche in Neuruppin.
(Foto: Krause, um 2000)
Über Neuruppin
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